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Gedankenreise

Wenn Gedanken auf die Reise gehen, entsteht manches Gereimte und auch Ungereimte.



Samstag, 28. Juli 2012

When I'm 64

Von mirabelle48, 12:24



Paul und Ringo, George und John

fragten einst als Beatles schon:

„Was wird sein, wo geht es hin,

wenn ich vierundsechzig bin?“

 

Als sie dieses Lied gesungen,

zählte ich noch zu den Jungen,

hab mir keinen Kopf gemacht,

an das Alter kaum gedacht.

 

Lernte, nach erklommnen Höhen,

durch manch tiefes Tal zu gehen,

hadernd oft nur angenommen.

was vom Leben ich bekommen.

 

Doch auch Zipfelchen vom Glück

hat mein Lebensmosaik,

dankbar füge ich sie ein

ins Gesamtbild Stein für Stein.

 

Vierundsechzig bin ich heut,

Beatles längst Vergangenheit.

Was wird sein, wo geht es hin,

wenn ich vierundachtzig bin?

Mittwoch, 18. Juli 2012

Der neue deutsche Buchpreis

Von mirabelle48, 12:32


Mir diesen beiden Büchern beteilige ich mich am diesjährigen Wettbewerb

https://www.epubli.de/shop/buch/Hab-mir-meinen-Reim-gemacht-Sibylle-Engel-9783844221374/14778





www.epubli.de/shop/buch/Spät-gefreit-Sibylle-Engel/8154




"Der Neue Deutsche Buchpreis" ist ausgeschrieben von
www.epubli.de, für Autoren, die dort ihre Bücher erstellt haben.

Wer also mag kann mittels klick dafür sorgen, dass eines oder beide genügend Stimmen bekommen 

Ich freue mich über jeden Klick.

Einfach dem oder beiden Link(s) folgen und dann auf "abstimmen" klicken.


"Spät gefreit" ist nicht mehr im Programm. (27.11.2014)

Sonntag, 15. Juli 2012

Liese beschwert sich...

Von mirabelle48, 12:26
... und das öffentlich

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich nicht wirklich weiß, wer in ihrem Team für die Pleite verantwortlich ist, müssen Sie bitte damit leben, dass ich meine Beschwerde an Sie alle richte.

Als ich noch ein Lieschen war, haben einige Erwachsene  mir erzählt, dass ein gewisser Herr Petrus das Wetter macht. Andere wiederum erzählten mir, dass die Engel im Himmel dafür verantwortlich sind und wieder andere sprachen von einem Wettergott.

Egal. Wer  auch immer es ist, irgendjemandem in eurer Crew unterläuft da ein gravierender Fehler.

Mein Kalender sagt mir, dass wir in unseren Breitengraden jetzt Sommer haben, und das stimmt auch, denn hier bei uns in Nordrhein-Westfalen haben die Kinder Sommerferien.

SOMMER, nicht etwa Herbstferien.

Mit Sommer hab ich aber ganz andere Assoziationen, ihr Wettermacher. Als Lieschen konnte ich meist ohne Friesennerz und Gummistiefel draußen spielen, meine Lieblingspuppe ohne Regenschutz über dem Kinderwagen spazieren fahren, ich konnte Rollschuh fahren, mit meinen Freunden im nahe gelegenen See baden, ich konnte in Nachbars Garten unreifes Obst klauen, ohne im Schlamm zu versinken,  konnte Eis schlecken, ohne gleich vor Kälte zu zittern und in unserer Wohnung blieb der Ofen aus.

In diesem Jahr kann ich das Haus ohne Regenschirm gar nicht verlassen, an schwimmen ist nur im Hallenbad zu denken,  meine für den erwarteten Sommer gekauften modischen T-Shirts fristen ein unbeachtetes Dasein im Schrank, statt dessen trage ich warme Pullis und Jacken, wenn ich nicht erfrieren will.

Also, liebe Wettermacher, ich fordere euch hiermit auf, den Schuldigen für diese Misere ganz schnell ausfindig zu machen und diese verantwortungsvolle Position umgehend mit einer kompetenten Person zu besetzen. Es ist noch nicht zu spät, den Fehler zu korrigieren.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Liese

Freitag, 13. Juli 2012

Welch ein Tag...

Von mirabelle48, 12:02

Schon früh am Morgen um halb acht

da regnet’s, statt dass Sonne lacht.

Der Weg zum Bad wird zur Tortur

denn Liese fällt fast hin im Flur.

Wer hat um alles in der Welt,

die Kiste bloß hierher gestellt?

Beschämt gesteht sich Liese ein,

das muss sie selbst gewesen sein.

 

Im Bad, da ärgert sie sich sehr,

stellt fest, die Klorolle ist leer.

Hat da wohl jemand unerlaubt

des Nachts das Klopapier geraubt?

Doch Liese hat für solchen Fall

gottlob Ersatz im Badregal.

 

Nach Zähneputzen, Körperpflege

steht leider immer noch im Wege

in ihrem Flur die Stolperkist’

und Liese denkt sich, so ein Mist,

sie bückt sich,  stemmt sie in die Höh –

autsch, jetzt tut ihr der Rücken weh.

 

Doch Liese denkt sich unverdrossen,

jetzt wird erstmal Kaffee genossen.

Doch irgendjemand hat heut Nacht,

die Kaffeedose leer gemacht.

Nun denn, denkt Liese,ich trink eh

ganz gern am Morgen auch mal Tee.

 

Ach Liese, wenn an einem Tag,

so gar nichts dir gelingen mag,

dann sei ins Stammbuch dir geschrieben,

wärst besser du im Bett geblieben.

Ich weiß nicht, ob ich’s schon erwähnte,

dass heut ist Freitag, der Dreizehnte?

Donnerstag, 12. Juli 2012

Du tust mir gut

Von mirabelle48, 11:51

          

Bin total in dich verliebt,

weil es viele Dinge gibt,

die sonst niemand für mich tut.

Ich sag nur: Du tust mir gut.

 

Wenn nach dem Friseurbesuch

ich den Figaro verfluch,

weil ich rot statt blond jetzt bin,

nimmst du es gelassen hin.

 

Hab bei deinem Lieblingsessen

ich das Salz total vergessen,

küsst du mich nur auf den Mund

und sagst: „Salzlos ist gesund“.

 

Komm ich, weil die Uhr nachgeht

wieder einmal viel zu spät,

lächelst du, beschwerst dich nie,

sagst nur: „Ich war wohl zu früh“.

 

Hättest du gern deine Ruhe,

doch ich brauche neue Schuhe,

fährst du mit mir in die Stadt.

und gibst mir manch guten Rat.

 

Selbst bei Sissi, eins bis drei,

bleibst du gutmütig dabei

und reichst mir, wenn ich es such,

auch noch schnell ein Taschentuch.

 

Wenn ich unter deine Decke

meine kalten Füße stecke,

teilst du mit mir deine Glut.

Sag ich doch: Du tust mir gut.

 

Ihr denkt, dass es solchen  Mann

nicht in Wahrheit geben kann?

Ich erkläre unumwunden,

hab ihn auch noch nicht gefunden.

Sonntag, 08. Juli 2012

Klein aber mein

Von mirabelle48, 20:59



Alles begann damit, dass  Liese vor einigen Monaten erfuhr, dass sie eine kleine Erbschaft gemacht hatte. Liese freute sich sehr, es war zwar nicht viel, was sie bekommen würde, aber sie sah nun doch eine Möglichkeit, sich endlich wieder einen kleinen Gebrauchtwagen kaufen zu können und vielleicht wäre auch noch ein neuer Flachbildfernseher drin.

Liese ist zwar, wie ich schon mal beschrieb, manchmal etwas schusselig, aber eine gewisse Cleverness ist ihr nun wahrlich nicht abzusprechen. Sie geht also frisch ans Werk und durchforstet im Internet die Angebote an gebrauchten Kleinwagen in ihrer Stadt. Schnell hat sie einige infrage kommende fahrbare Untersätze auf ihrer Merkliste. Da Liese sich mit Technik nicht besonders gut auskennt, bittet sie einen guten Freund, seines Zeichens ein ausgewiesener Kenner, mit ihr zusammen die Autos zu begutachten.

Direkt das erste Auto auf ihrer Liste ist fast unschlagbar, der Preis kann etwas heruntergehandelt werden, der Motor schnurrt, TÜV ist erst in 18 Monaten fällig, kleine Blessuren an der Karosserie sind nach Aussagen des Freundes völlig unerheblich. Liese ist begeistert und ehe sie sich versieht, wechselt ein feuerroter Fiat Panda seine Besitzerin.

Leider hält die Freunde nicht lange an, nach nur 3 Wochen bleibt die Kiste auf dem Weg nach Hause mit defekter Zylinderkopfdichtung liegen. Die Kosten für eine Reparatur  stehen nun so gar nicht in Relation zum Kaufpreis und Alter des Autos. Liese macht ein langes Gesicht und ist sehr enttäuscht.

Aber nachdem sie nun mal wild entschlossen ist, wieder ein Auto zu haben, überlegt sie, einen neuen Versuch zu wagen. Dabei kommt sie zu dem Schluss, dass sie in der Vergangenheit ihre Autos immer ohne männliche Begleitung gekauft hat und damit sehr gut gefahren ist, wenn sie auf ihren Bauch gehört hat. Und sie beschließt, sich wieder an einen Gebrauchtwagenhändler in ihrer Nähe zu wenden und nicht mit Privatpersonen um den Preis zu feilschen, sondern lieber ein wenig mehr zu investieren und sich eine Garantie geben zu lassen.

Und so kommt es, dass Liese nun  Besitzerin eines wunderschönen blaumetallic lackierten Renault Clio ist, der genau noch in ihren finanziellen Rahmen passte.

Als sie ihn dem Freund vorführt, sagt der doch glatt: „Dieser Wagen ist um Klassen besser, als der, den du vor 3 Wochen gekauft hast“. Liese fragt sich nun, warum sie eigentlich beim ersten Kauf den Kerl überhaupt mitgenommen hat.

Der eigentlich auch geplante neue Flachbildfernseher muss nun allerdings noch etwas warten, aber wer braucht schon so ein Teil? Solange der alte Fernseher noch nicht seinen Geist aufgibt, ist alles in Ordnung.

Montag, 02. Juli 2012

Freud und Leid

Von mirabelle48, 08:34

Von der Freude, die ich hab,

wenn wie heut die Sonne lacht,

geb ich dir die Hälfte ab,

Freude teilen glücklich macht.

 

Darfst dafür an Regentagen,

wenn Melancholie dich quält,

mir den Großteil übertragen,

Leid geteilt, doch halb nur zählt.

 

Das bestimme unser Leben,

sei das Ziel der Zweisamkeit,

gerne nehmen und auch geben:

Freude, aber auch das Leid.

Sonntag, 17. Juni 2012

Alles oder Nichts

Von mirabelle48, 19:27

Julian ist mein jüngerer Enkel und geht in die zweite Grundschulklasse.

Weil das Schuljahr fast beendet ist, macht er mit seiner Klasse einen Tagesausflug zum Aquazoo in Düsseldorf.

Als er zurück kommt erzählt er aufgeregt, was ihn dort begeistert hat. Insbesondere die Pinguine hatten es ihm angetan, die fand er „niedlich“. Auch dass er „Nemo“-Fische gesehen hatte, fand er ganz toll, er hatte vor längerer Zeit den Zeichentrickfilm mit uns geguckt und freute sich, Nemo nun in echt betrachten zu können.  Auch die Haie hatten ihn schwer beeindruckt, kurz, er sprudelte seine Beobachtungen nur so heraus.

Für ihn eigentlich ganz ungewöhnlich, normalerweise ist er mit seinen Antworten auf Fragen zu Erlebtem eher ein Minimalist. Ich staune, als ich ihn frage, wie es ihm denn gefallen habe, dass statt des sonst üblichen „Klasse“ oder kurz angebundenem  „Doof“ nun ein solch ausführlicher Bericht erfolgt.

Am nächsten Tag nach der Schule macht er bei mir seine Hausarbeiten. Zunächst mal Mathe. Das kleine Einmaleins bis 10 ist dran. Zähflüssiger als sonst, wenigstens scheint es mir so, quält er sich durch die Aufgaben. Aber - was lange währt wird endlich gut, geschafft, Heft zu und ein tiefer Seufzer hinterher.

„Das war’s“, sagt er erleichtert, „ich bin fertig.“ „Aber du sollst doch für Deutsch noch auf dem Arbeitsblatt etwas schreiben“,  erinnere ich ihn nach einem Blick in sein Hausaufgabenheft. Noch ein tieferer Seufzer, aber er kramt das Arbeitsblatt umständlich aus der Schultasche. Es stehen 3 Fragen darauf und dazwischen große Lücken für die Antworten.

Frage 1: Was hat mir an unserem Ausflug gefallen?

Frage 2: Was hat mir besonders gut gefallen?

Frage 3: Was hat mir nicht gefallen?

 

Antwort zu Frage 1: Alles

Antwort zu Frage 2: Alles

Antwort zu Frage 3: Nichts


Da ist er wieder, der schlitzohrige Minimalist und das ist wieder der Julian, wie ich ihn kenne und liebe :-)

Montag, 11. Juni 2012

Singe, wem Gesang gegeben

Von mirabelle48, 08:01
Er rollt also wieder, der Ball bei der Euro 2012 und die deutsche Mannschaft hat berechtigte Hoffnung dieses Turnier zu gewinnen, auch wenn das erste Spiel noch nicht völlig überzeugen konnte.

Wie bereits vor vier Jahren werden meine Enkel mit ihrem Papa und ihrer Oma vor dem Fernseher sitzen und unseren Kickern die Daumen drücken. 2008 waren die bewunderten Helden der damaligen Mannschaft noch Michael Ballack und Jens Lehmann, heute sind es Mesut Özil und Manuel Neuer, aber sonst hat sich nicht viel geändert, die Begeisterung für Fußball hat sich bei meinen Enkeln im Laufe der Jahre eher verstärkt, zumal sie beide selbst im Verein spielen.

Die beiden Knirpse gingen 2008 noch in den Kindergarten und sie und auch ihre Erzieherinnen waren im Fußballrausch. Da wurden die Kinder an jedem Spieltag der deutschen Mannschaft geschminkt, linke Wange schwarz-rot-gold, rechte Wange die des jeweiligen Gegners. Selbstverständlich durfte das Gesicht nur um die aufgemalten Fahnen herum gewaschen werden.  Dass die Farben dann am nächsten Morgen total verwischt waren, störte die Kinder nicht, eher schon die Erwachsenen.

Es ist die reine Freude, mit bunt bemalten kleinen Jungen täglich Bus zu fahren, vor allem, wenn man die eigentlichen Fahnen nur noch schemenhaft erkennen kann. An das  maliziöse Grinsen des Busfahrers  und der anderen Fahrgäste gewöhnt man sich als liebende Oma sehr schnell.

Was mir nicht so bewusst war, meine Enkel liebten die Melodie der deutschen Nationalhymne. Sie sangen sie ständig voll Inbrunst und für ihr Alter auch schon recht textsicher. Bei Eltern und Oma herrschte große Verblüffung, woher sie die so gut konnten, es ist nämlich keineswegs so, dass die Nationalhymne zu unserem ständigen Musikrepertoire gehört. Sie hatten sie im Kindergarten gelernt und sie zu ihrem Lieblingslied erkoren.

Ich hatte also die ehrenvolle Aufgabe, morgens und nachmittags mit zwei bunt angemalten Kindern Bus zu fahren, die zudem auch dort aus voller Kehle „Einigkeit und Recht und Frei-hei-heit für das deutsche Vater-her-land“ schmetterten. Ein Mauseloch, in das sich die geplagte Oma hätte verziehen können, gibt es ja in bundesdeutschen Bussen leider nicht, da musste sie wohl oder übel durch.

Aber sie ist froh, dass die Kinder mittlerweile alt genug sind, um ohne Begleitung mit dem Bus zur Schule und zurück zu fahren:-)

Sonntag, 03. Juni 2012

Lebensautobahn

Von mirabelle48, 12:17
 

Deine Abenteuertour

auf der Lebensautobahn

führt in eine Richtung nur,

anzukommen ist der Plan.

 

Oft kennst du nur ungenau

schon beim Start das Ziel der Reise,

fährst voll Hoffnung los ins Blau

und bemerkst, drehst dich im Kreise.

 

Manches Mal zu weit gefahren,

Ausfahrt einfach überrast,

doch im Nachhinein erfahren,

hast nicht wirklich was verpasst.

 

Hast die nächste dann genommen,

folgtest deinem Weg nicht starr.

Bist trotzdem ans Ziel gekommen

auch wenn es ein Umweg war.

 


Donnerstag, 24. Mai 2012

Schusselliese

Von mirabelle48, 10:07


Die Liese ist gar schusselig
und manchmal auch sehr dusselig.

Schon als Liese noch ein Lieschen war, neigte sie zur Vergesslichkeit. Sei es, dass sie am Morgen ausgestattet mit Schultasche und Sportbeutel in die Straßenbahn stieg, um zur Schule zu fahren und erst in der Schule merkte, dass die Schultasche ohne sie mit der Linie 2 zum Depot fahren würde, sei es, dass sie wie verrückt die Englischvokabeln paukte, dann aber feststellte, dass am nächsten Tag nicht die Englischarbeit, sondern der Mathetest angesagt war, der selbstredend in die Hose ging, denn den hatte sie doch glatt vergessen.

Später, als aus dem Lieschen  eine Liese geworden war, die Schulzeit längst hinter ihr lag, konnte es schon mal passieren, dass sie erst auf dem Weg zum Bus bemerkte, dass heute ihr freier Tag war. Sie hatte am Abend vorher vergessen, den Wecker abzustellen und hatte das morgendliche Routineprogramm abgespult.

Ein anderes Mal  vergaß sie, die Pantoffeln gegen ihre Straßenschuhe auszutauschen und wunderte sich über die erstaunten Blicke der Menschen an der Bushaltestelle.

Und was so eine richtige Schusselliese ist, die vergisst natürlich auch schon mal  das Monatsticket in der Jacke, die sie gestern trug. Sie hatte aber Glück, die dadurch bedingten unbewussten Schwarzfahrten blieben unentdeckt und peinliche Situationen mit Kontrolleuren wurden ihr erspart.

Liese war und ist eben eine liebenswerte Chaotin. So wundert es auch nicht, dass sie kürzlich ihren Kühlschrank öffnete und dort ihren Schlüsselbund fand. Offenbar hatte sie nach dem gestrigen Einkauf vergessen, ihn an das Schlüsselbrett zu hängen und beim Einräumen der Lebensmittel mit in den Kühlschrank gepackt.

Ich gebe zu, Schusselliese ist mir sehr sympathisch, ist sie mir doch sehr ähnlich, oder bin ich es gar selbst?

Samstag, 12. Mai 2012

Muttertag

Von mirabelle48, 08:29



Ein kleiner Strauß Vergissmeinnicht,

zwei Zeilen Muttertagsgedicht:

„Du bist für mich die Allerbeste,

drum gratulier ich dir zum Feste“.

 

Und während Mütterlein und Kind

mit Knuddeln noch beschäftigt sind,

wirkt in der Küche, nebenan,

schon liebevoll der Ehemann.

 

Fast fertig ist der Tisch gedeckt,

die Eier sind schon abgeschreckt,

es blubbert die Kaffeemaschine,

zufrieden ist des Mannes Miene.

 

So geht er frohgemut nach drüben,

zu holen seine beiden Lieben.

Mit Muttertageszärtlichkeit

benötigt das geraume Zeit.

 

Und plötzlich zieht statt Kaffeeduft,

ein völlig andrer durch die Luft.

Hat doch der Hausherr unterdessen,

im Herd die Brötchen ganz vergessen.

 

Doch fällt das Frühstück nun nicht aus,

es ist ja auch noch Brot im Haus.

Manch Muttertag, der schräg begann

noch ein "besondrer" werden kann.

Freitag, 11. Mai 2012

Radgedanken

Von mirabelle48, 11:23

Die ersten Räder, die einen Menschen von A nach B bringen, sind die Räder seines Kinderwagens. Zugegeben, niemand fragt ihn, ob er überhaupt von A nach B will. Und er braucht auch nichts dazu zu tun, das erledigen die Erwachsenen für ihn. Er wird gefahren.

Kaum diesem Gefährt entwachsen lernt er laufen und hat Sehnsucht, sich schneller fort zu bewegen.  Ein Dreirad ist der größte Wunsch. Und mit der Hilfe der Erwachsenen  lernt er schnell, eigenständig und selbst bestimmt von hier  nach dort  zu kommen. Voller Stolz  gepaart mit Wehmut beobachten die Eltern, die immer besser werdende  Koordination ihres Kindes, wohl schon ahnend, dass diese Räder der Anfang vom Ende der Abhängigkeit sind.

Doch bald entsteht beim Kind der Wunsch auf  das erste zweirädrige Gefährt  Ein Roller muss es sein, die Eltern sind es zufrieden,  Roller fahren trainiert das Gleichgewicht. Und ein Roller ist auch viel schneller, die Unabhängigkeit wächst.

Nach gar nicht langer Zeit besinnt sich der kleine Mensch wieder auf die Pedalen. Ein Fahrrad muss her. Eins? Nein jeweils der Größe angepasst natürlich mehrere. Und damit ist das Kind endgültig schneller als die Erwachsenen, es sei denn, die haben auch einen Drahtesel und fahren mit.

Die Liebe zu Zweirädern bleibt, jedoch sollte es jetzt motorisiert sein und so folgt dem ersten Moped ein Motorroller. Und jetzt entscheiden die Erwachsenen nicht mehr, wohin das Kind fährt. Es hat sich endgültig abgenabelt.

Spätestens wenn der Mensch 18 ist, erwacht der Wunsch nach einem vierrädrigen fahrbaren Untersatz. Sobald der Führerschein gemacht ist, soll ein Auto her. Ob gebraucht oder neu, entscheiden die finanziellen Möglichkeiten. Doch wohl niemand vergisst im Leben den ersten Wagen und denkt wehmütig an ihn zurück. War er nicht der Schritt ins Erwachsenenalter und die Unabhängigkeit?

Bei nicht wenigen bleibt die Liebe zum motorisierten Zweirad erhalten und darum wird ein Motorrad angeschafft. Easy Rider, Freiheit und Abenteuer, Träume von der Route 66, die sich einige auch erfüllen.

Und eines Tages endet der letzte Weg wieder auf vier Rädern. Doch die sieht der Mensch  nicht mehr. Wie zu Beginn seines Lebens wird er gefahren und wieder wird er nicht gefragt, ob er das wollte.

Was bleibt, sind vielleicht Erinnerungen und Fotos mit den Rädern seines Lebens.

 

Montag, 07. Mai 2012

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Von mirabelle48, 13:37

Ein Mensch, sechs Tage vor der Wahl

durchlebt manche Gewissensqual.

Der Mensch, in diesem Falle Frau,

bedenkt mal alles ganz genau.

 

Die Roten wählt sie besser nicht,

rot steht ihr gar nicht zu Gesicht.

Womöglich also gelb und blau,

weil diese Farben stehn der Frau?

 

Nein, lieber nicht, denkt sie methodisch,

gelb-blau ist längst schon nicht mehr modisch.

Und grün ist auch nicht so der Hit,

da wählt sie ja das Rot gleich mit.

 

Obwohl sie schwarz sonst gar nicht mag,

macht sie ihr Kreuz am Muttertag

zur Ehr der „Muddi“ in Berlin,

dann dennoch bei den Schwarzen hin.

 

Ihr glaubt nicht, dass die Frau so wählt?

Zu Recht, hier wurde Stuss erzählt.

Obwohl… so manches Wahlergebnis

ist schon ein „farbiges“ Erlebnis 

Mittwoch, 25. April 2012

Online-Junkie

Von mirabelle48, 19:09


Ein Glöckchen hängt am Monitor,
das hab ich mal dort angebracht,
damit es klingt in meinem Ohr,
wenn wer wie was im Forum macht.

Ob ein brandneuer Kommentar,
in einer Frage oder Gruppe,
Artikel, neues Mitglied gar,
das ist mir doch nicht schnuppe.

Sobald sich was im Forum tut,
erklingt das Glöckchen hell.
Das ist mir wichtig, tut mir gut,
bin immer aktuell.

Was online immer wer auch schreibt
wo er auch kreativ,
damit mir's im Gedächtnis bleibt,
pack ich's in mein Archiv.

Doch eines hab ich nicht bedacht,
durch steten Glockenton,
trug ich ganz plötzlich, über Nacht
nen Tinnitus davon.

Das Glöckchen, wenn ich es nicht hör,
mir keinen Nutzen bringt.
So nehm ich mir ein Lämpchen her,
das nun stattdessen blinkt.