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Gedankenreise

Wenn Gedanken auf die Reise gehen, entsteht manches Gereimte und auch Ungereimte.



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Sonntag, 05. April 2015

Heute Tröglitz und morgen?

Von mirabelle48, 18:28



Häuser - zu Trümmern zerbombt,

Tote - verblutet im Kugelhagel,

Augen - tränenblind ob dieser Bilder,

Ohren - taub vom Angstschrei der Kinder,

Münder -  stumm vor Entsetzen,

Überlebende - traumatisiert geflohen,

Hoffende - auf ein Leben ohne Krieg.

Fremde – unerwünscht.


Osterfeuer - von Fremdenhassern entzündet.

Freitag, 20. März 2015

Denk ich an Deutschland in der Nacht

Von mirabelle48, 09:14

Um es mal mit Heinrich Heine zu sagen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“.

Allerdings anders als Heine verzehre ich mich nicht nach meinem Mütterlein, sondern ich sehe mit Erschrecken, wie sehr in diesem meinem Land, in dem ich ausgesprochen gern lebe, immer mehr extremistisches Gedankengut die Oberhand gewinnt, das in schier unerträglichen verbalen Schlammschlachten im Internet unters Volk gebracht wird. Leider  täglich in einer Weise, die mir fast Angst macht. Da werden seriöse Informationsquellen als "Lügenpresse" bezeichnet, aber frisch und fröhlich auf Seiten verlinkt, die an Manipulation nichts zu wünschen übrig lassen.

 

Da sind zum Einen die unbelehrbaren ewig Gestrigen, die sich nicht scheuen, mit rechts außen stehenden braunen, Fahnen schwenkenden und fremdenfeindlichen Parolen brüllenden  Nazis ins gleiche Horn zu tuten. Ängstlich darauf bedacht sind, dass ihre Deutschtümelei nur ja nicht gestört wird von Flüchtlingen und Asylbewerbern aus anderen Kulturkreisen. Vielleicht hat der Eine oder Andere nicht bedacht, dass auch seine Vorfahren mal in unser Land kamen, um hier zu arbeiten und ein menschenwürdiges Leben zu führen.

 

Ich lebe schon seit über 40 Jahren in NRW, es gibt eine Menge Namen von deutschen Familien hier, die darauf schließen lassen, dass die Vorfahren dieser Mitmenschen vor mehreren Generationen hierher eingewandert sind, weil sie aus politischen oder auch aus wirtschaftlichen Gründen in ihrer Heimat keine Perspektive sahen und um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen und z.B. im Bergbau ihr Geld verdient haben. Ich empfehle allen Deutschtümlern, mal bewusst in ihren Stammbaum zu schauen.

 

Und dann gibt es da auf der anderen Seite die linken Chaoten, „Antifaschisten“, die ebenso darauf aus sind, das bestehende System zu verändern, die nicht verstanden haben, dass nicht alles, was über den großen Teich zu uns kommt, Teufelswerk ist, dass im Gegenteil nur in dieser freiheitlich-demokratischen Grundordnung es möglich ist, straffrei überhaupt ihre Parolen zu posten. Wer die Gefahr nicht erkennt, die von einem diktatorischen System, das Völkerrecht durch Annexion außer Kraft setzt, Opposition nicht duldet, im Gegenteil, den Feind ausschließlich auf der anderen Seite des Atlantiks sieht, der ist genau so gefährlich nach meinem Empfinden wie die andere Seite.

 

Ich bin nicht blind, ich sehe durchaus, dass in unserem Land eine Menge verbesserungswürdig ist. Aber es wird mit Sicherheit nicht besser, wenn diese zur Zeit herrschende Stimmungsmache beider Seiten weiter so exzessiv betrieben wird. Wir haben das Recht - und wie ich meine auch die Pflicht -, an der Wahlurne mit unserer Stimme für die Demokratie zu entscheiden, uns aktiv an politischen Prozessen zu beteiligen und unsere Zukunft zu gestalten, tun wir es! Geben wir Obacht, dass weder die rechten Knobelbecher noch die linken Chaoten und Steinewerfer je das Sagen in unserem Land bekommen. Es wäre sein Ende.

Dienstag, 27. Januar 2015

Mit Pappnas und Narrenkapp

Von mirabelle48, 19:45

Ein Blick auf den Kalender macht mir klar,

die Zeit ist kurz bis Mitte Februar.

Bis Aschermittwoch ist es nicht mehr weit.

Drum nutze ich den Rest der Narrenzeit

und setze wie die  letzten Jahre auch

die Narrenkappe auf, weil es so Brauch.

Und mit der roten Pappnas im Gesicht

schrieb  ich für euch das folgende Gedicht.

Erzähle euch von Nebensächlichkeiten,

versuche, euch zum Schmunzeln zu verleiten,

denn nicht nur Katastrophen hat das Leben,

es sollte uns auch Spaß und Lachen geben.

* 

Im Februar war Winterolympiade.

Nur wenig Gold für uns, das war sehr schade.

Doch haben wir uns trotzdem sehr gelobt,

denn schließlich haben wir auch nicht gedopt.

Wie dumm, dass das nicht stimmte voll und ganz:

Im Blut von Evi S. gab’s ne Substanz,,

die da so ganz und gar nicht hingehörte,

weshalb man über sie sich sehr empörte. 

*

Beim ESC im Mai in Kopenhagen,

hat Österreich den Sieg davon getragen.

Gewann dort nun ein Mann, war’s eine Frau?

Ich weiß es immer noch nicht ganz genau.

Doch eigentlich ist das auch ganz egal,

denn diese Stimme war phänomenal. 

*

Im Juli gab‘s nur eins, was wirklich zählt

regierte doch der Fußball da die Welt.

Und  Jogis Mannschaft hatte nur ein Ziel:

Als Weltmeister zurück kehrn aus Brasil.

Und als das nach viel Mühe auch gelungen,

da haben wir „Ein Hoch auf uns“ gesungen

und waren noch nach Tagen „Atemlos“.

Die Freude war wahrhaftig riesengroß. 

*

Auch habe ich im Sommer sehr  gelacht,

wie mancher  Promi sich zum Depp gemacht.

Da schütten die sich über ihre Zwiebel

mit Eis und Wasser voll gefüllte Kübel.

Doch mancher ließ es auch dabei bewenden,

ganz  ohne diesen Quatsch sein Geld zu spenden,

die wollten eines nur, der Forschung helfen

und brauchten sich dafür nicht blöd zu „selfen“.

*

Für viele sind ja Selfies mächtig „in“.

Kaum aufgenommen schon bei Twitter drin,

egal, wo sie auch gehen oder stehen

die ganze Welt kriegt ungefragt zu sehen,

live und in Farbe und noch möglichst schrill,

was sie womöglich gar nicht sehen will.

* 

Einst hatte man gedacht, der Markus Lanz,

er wäre doch der Richtige, der kann’s.

Jedoch die Show der meist abstrusen Wetten,

die konnte auch ein Markus Lanz nicht retten.

Und demzufolge wurd zu guter Letzt

die Sendung  im Dezember abgesetzt.

Doch seine Fans, die bleiben trotzdem heiter:

In seiner Talkshow quasselt er noch weiter.

* 

Und überhaupt wird überall getalkt

fast fühle ich mich schon davon gestalkt.

Ob  Plasberg, Illner, Maischberger  und Will

Hauptsache talken, sei es auch oft Müll.

Am Sonntagabend dann noch Günther Jauch,

denn neben seinem Quiz da talkt der auch.

Und von der einen Talkshow hin zur andern

sieht man dieselben  Diskutanten  wandern.

Mein Vorschlag: Macht  doch eine aus den vielen,

nach Herzenslust darf dort dann jeder spielen.

 

* 

Und dann kommt mir noch grade in den Sinn,

was  ist denn mit dem Airport in Berlin?

Wie lange muss man denn noch darauf warten,

dass dort mal endlich können  Flieger starten?

Ich glaube fast, dass dieses Großprojekt

wie viele andre elendig verreckt.

Herr Mehdorn war wohl nicht der große Macher,

dass man ihn holte, war für mich ein Lacher.

Nun will er weg, doch kann er noch nicht gehn,

denn nirgends ist ein Nachfolger zu sehn. 

* 

Es stand im Regenbogenblätterwald,

dass Englands George wird großer Bruder bald

und dass es seiner Mama, Princess Kate

wie schon unlängst mal wieder übel geht.

Für Royalisten sicher von Interesse,

die Nachricht aus der Regenbogenpresse

Schon wieder Nachwuchs für den Britenthron,

mich langweilt diese Information.

*

Da gehen auf die Straße Patrioten,

geführt von rechten  Nazis und  Chaoten.

„Wir sind das Volk“, mit Afd und NPD vereint?

Nein, nicht mit mir, ich bin da nicht gemeint.

Wacht endlich auf, trennt euch von den Schwachmaten,

dann reden auch mit euch die Demokraten.

Nur schwarz zu malen, das ist ungesund,

und braun gefällt mir nicht, ich mag es bunt.

 

*

 

Doch nun genug der Nebensächlichkeiten,

ich wollte doch nur etwas Spaß bereiten.

Und bis zum nächsten Jahr bin ich als Jeck

Mit Narrenkapp und Pappnas wieder weg 

 

 

Dienstag, 09. Dezember 2014

Noch lang nicht am Ende

Von mirabelle48, 11:08

www.youtube.com/watch?v=tlydkt2CyDw


Es ist ein kalter, trüber Dezembernachmitttag. Schnee liegt in der Luft. In der vorweihnachtlich hell erleuchteten Einkaufsstraße meiner Stadt herrscht reges Treiben. Weihnachtlich mehr oder weniger kitschig dekorierte Schaufenster der Geschäfte und Warenhäuser locken Kunden an, offenbar mit  gutem Erfolg, denke ich mir, denn fast alle tragen prall gefüllte Tüten oder Pakete mit dem Aufdruck der unterschiedlichen Läden mit sich, einige auch Pakete, die schon in Weihnachtspapier verpackt sind. Und alle scheinen es sehr eilig zu haben, in ihre warmen Wohnungen zu kommen. Es ist wahrlich sehr ungemütlich.

 

Auch ich habe es eilig, ich hatte einen Arzttermin und wenn ich forsch weiter gehe, dann kann ich den Bus noch erreichen, der mich in den Stadtteil bringen soll, in dem ich wohne. Ich möchte ihn unbedingt noch erwischen, denn die Aussicht, eine halbe Stunde bei diesem Usselwetter auf den nächsten warten zu müssen, ist mir ein Graus.

Durch die Geräusche der Fußgängerzone - Rock-Christmas-Gedudel aus unterschiedlichen Geschäften,  einen Straßenmusikanten, der seine Geige mit Jingle Bells quält, schräg gegenüber El Condor pasa einer Panflöten-Truppe in bunten Pochos,  laute Handytelefonierer, quengelnde Kinder, energisches Schimpfen genervter Eltern und einem vom Wind aus der parallel verlaufenden Hauptverkehrsstraße herüber gewehten Tatütata eines Krankenwagens -  höre ich plötzlich jemanden meinen Namen unsicher fragend rufen.

Ich stutze, die Stimme kommt mir bekannt vor, aber ich kann mich nicht besinnen, wo ich sie schon einmal gehört habe. Und dann sehe ich ihn am Rande der Fußgängerzone, neben dem Eingang des größten Kaufhauses unserer Stadt: Einen Mann, schätzungsweise in meinem Alter, kauernd auf einer karierten Decke sitzend, bekleidet mit einer Jacke, die für diese Temperaturen viel zu dünn erscheint und schon wesentlich bessere Tage gesehen hat, wirr das graue Haupthaar, verfilzt der Bart, der es fast unmöglich macht, sein Gesicht zu erkennen. Vor ihm auf der Decke liegt ein verbeulter alter Hut, in dem sich einige Münzen befinden. Alles in Allem ein Bild des Jammers.

Faltig die Hand, die er mir nun entgegen streckt und als ich in seine Augen schaue, die mich verschmitzt anlächeln, da dämmert es mir:

Das muss Chris sein, der mit mir gemeinsam damals in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts seine Ausbildung machte zum Krankenpfleger. Ein Klassenclown par excellence, der uns  und unsere Dozenten ein ums andere Mal zum Lachen brachte, ständig irgendwelche Streiche ausheckte, wobei er Letztere oft an den Rand des Wahnsinns trieb, bei den Patienten jedoch wohl gerade deshalb besonders beliebt war. Nach unserem Examen wechselte er der Liebe wegen das Bundesland und wir verloren uns aus den Augen.

Vergessen ist mein Bus, den ich doch unbedingt noch erwischen wollte, ich spüre auch die Kälte nicht mehr. „Chris?“ frage ich ebenso vorsichtig, wie er meinen Namen nannte.

„Ja, da staunst du“, antwortet er. „Ich habe Zeit, wollen wir in der Cafeteria des Kaufhauses einen heißen Tee trinken und etwas essen? Dann können wir auch ausgiebig quatschen“, schlage ich vor.

„Sehr gerne“, sagt er, packt seine wenigen Habseligkeiten zusammen und folgt mir ins Kaufhaus.

Und dann erzählt er: Von seiner zerbrochenen Beziehung, dass der Unterhalt für seine Exfrau und die 3 Kinder ihm wenig nur zum Leben ließ, die Krankheit, die ihn aus der Bahn warf, seine Flucht vor seinen Problemen in den Alkohol, dem er aber seit einigen Jahren schon abgeschworen hat, von seinem Verlust der Wohnung, weil er Miete und Strom nicht mehr bezahlte und von seinem Leben auf der Straße.  Arbeiten konnte er nicht mehr. Und so tingelte er durch die Republik und  lebte von dem, was die Menschen ihm in seinen Hut warfen und sammelte Pfandflaschen, seine Kinder hatten sich von ihrem obdachlosen Vater abgewendet. Aber seine Augen blitzen schelmisch wie früher, als er sagt: „Ich bin zufrieden, ich bin frei, mir geht es gut, im Sommer schlafe ich im Freien, im Winter verbringe ich die Nächte in einer Einrichtung für nicht sesshafte Obdachlose. Aber jetzt erzähl mir mal, was du die ganzen Jahre so getrieben hast“.

Und auch ich erzähle und als das Kaufhaus schließt, merke ich erst, dass ich mich nun wirklich sputen muss, um den nächsten Bus zu kriegen, denn jetzt fährt er nur noch stündlich.

Wir trennen uns und gehen in entgegengesetzten Richtungen in den Abend.

Als ich einige Tage später wieder dort vorbeigehe, ist sein Platz leer und auf meine Nachfrage im Heim, erfahre ich, dass er wohl weiter gezogen ist.

Mach‘s gut Chris, es war schön, dich getroffen zu haben.

Sonntag, 30. November 2014

Satire darf alles

Von mirabelle48, 13:41

...sagt Kurt Tucholsky.

Wirklich alles?

Darf sie bewusst Menschen verletzen, sie vorführen wie einen Tanzbären im Zirkus und dem sich auf die Schenkel klopfenden gröhlendem Publikumslöwen zum Fraß vorwerfen?

Ist das wirklich Satire oder nicht doch eher Menschen verachtende Gaudi zu Ungunsten einger Schwacher, über die die vermeintlich Starken glauben, sich erheben zu müssen?

Satire darf, ja sie soll, aufzeigen, überzeichnen und auf (hoffentlich) humorvolle Weise Missstände deutlich machen, die Obrigkeiten und ihre Dummheit oder ihr Fehlverhalten enttarnen, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt.

Aber darf man in einem Internetforum Mituser ehrverletzend bloßstellen zur allgemeinen Volksbelustigung? Beispielsweise, jemand, den ich nicht mag, weil er wirklich oft dummdreist daher kommt, schreibt fehlerhaft,  ist es dann Satire, wenn ich, weil ich es doch ach so lustig finde, ihn in meinen Postings permanent kopiere, ihn reize, bis er ausrastet, wild um sich schlägt, ihm dann das vorwerfe- ist das Satire?

Wenn ich mich darüber lustig mache, dass jemand das Wort Satire falsch schreibt, nämlich mit "ie", es dann zum Gegenstand eines "satirischen" Textes mache, statt ihm (in diesem Fall ihr) ins Postfach zu schreiben, dass sie sich geirrt hat, ist das wirklich Satire?

Wenn ich in allen Bereichen eines Forums permanent auf die Suche nach ehemaligen Mitgliedern gehe, und kaum dass ich sie finde, diesem und der Gemeinschaft das in einem ganzen Abschnitt eines Artikels um die Ohren haue, klar ist dieser mal mal geflogen - ich schäme mich heute ein wenig- damals daran beteiligt gewesen zu sein, ist das Satire, ihn bloß zu stellen?

Ist es Satire, das ganze dann als Persiflage auf sich selbst zu verkaufen? Ist es das wirklich?

Ich meine nein, das hat Tucholsky ganz sicher nicht gemeint, als er schrieb: Satire darf alles. Ich nenne es ganz übles und boshaftes Vorführen und Bloßstellen von Mitmenschen. Ich mag die in solchen Artikeln am Nasenring vorgeführten User auch nicht wirklich, sie sind wahrlich keine Sympathen,aber was da veranstaltet wird seit Tagen und Wochen zur allgemeinen Volksbelustigung, quer durch alle Bereiche dieder Plattform finde ich einfach übelst hinterfotzig, ein anderes Wort fällt mir jetzt nicht ein.

Ich gebe zu, es gab mal eine Zeit, da hab ich mich an solchen bösen Spielchen auch beteiligt und fand das sogar lustig. Wie gesagt, ich schäme mich heute dafür und nenne es heute, wie ich es empfinde: Hetze und Säue durchs Dorf treiben. Und mit Menschen, die das tun oder sich darüber ausschütten wollen vor Lachen, mit denen will ich nichts (mehr) zu tun haben, ich weiß, dass ich die Meute nicht ändern kann, erst recht nicht die  Rädelsführer, aber ich verachte sie. Ich überlege ernsthaft, das Portal   zu verlassen.

Zumindest aber werde ich mich bis auf Weiteres  dort mal zurück ziehen.

Mittwoch, 24. September 2014

Du bist nicht wie sie

Von mirabelle48, 13:22

 

Du bist nicht wie sie,

fremd im eigenen Land,

sie verstehen dich nicht,

sie grenzen dich aus,

verfolgen und bedrohen dich,

verwehren dir Bildung und Arbeit,

vertreiben dich aus deinem Haus,

nehmen dir die Heimat.

 

 

Du bist nicht wie sie,

nimmst alles, was du tragen kannst

und gehst.

Beschwerlich ist die Reise

in eine  ungewisse Zukunft,

einerseits voller Trauer,

andererseits  voller Hoffnung

erreichst du dein Ziel.

 

 

Du bist nicht wie sie,

sie verstehen dich nicht,

pferchen dich ein,

grenzen dich aus,

nennen dich Schmarotzer,

verwehren dir Bildung und Arbeit,

und rufen: Raus mit dir.

Und manchmal

stecken sie dein Lager in Brand.

 

 

Du bist nicht wie sie –

Willst du es wirklich werden?

Samstag, 28. Juni 2014

Das Gänseblümchen-Orakel

Von mirabelle48, 11:14



Wohl nur wenige Menschen in unserem Kulturkreis kennen es nicht, das Gänseblümchen-Orakel. Und die, die es kennen, glauben natürlich keinesfalls an seine wahrheitsgemäße Aussage, selbstverständlich nicht.

Als ich das erste Mal mich in einen Jüngling verguckte, hab ich es befragt, das Orakel: Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich…         

Das letzte Blatt der Blüte sagte mir, er liebt mich nicht.

Aber zum Glück gibt es ja auch noch andere Orakel, die man befragen kann. Man kann es an den Knöpfen der Bluse abzählen, das Ergebnis ist vorhersehbar, je nachdem wie viel Knöpfe das betreffende Kleidungsstück hat und ob man mit ja oder nein beginnt. Hier sagte mir das Knopf-Orakel: Er liebt mich.

Ja, was denn nun? Höchste Zeit, das Strich-Orakel zu befragen. Das kennt der geneigte Leser nicht? Dann hier die kurze Erklärung: Wenn es gelingt, auf dem Heimweg den Gehsteig zu passieren, ohne eine Fuge (Strich)darauf zu betreten, dann heißt das Ja, wenn nicht, dann leider Nein. Um ein Ja zu erreichen, sollte man dieses Orakel allerdings tunlichst nur befragen, wenn man alleiniger Benutzer des Bürgersteigs ist, erstens sieht es ausgesprochen blöd aus, im Zick-Zack-Kurs zu gehen, zweitens übersieht man beim angestrengten nach unten Schauen andere Passanten oder Hindernisse, wie z. B. Straßenlaternen oder Ähnliches. Was nützt einem eine positive Aussage des Orakels, wenn man als Gegenleistung Tage lang mit einer Beule an der Stirn herum läuft?

In meinem Fall sagte das Strich-Orakel  Nein. Somit stand es zwei zu eins und es war entschieden, er liebte mich nicht. Kein Wunder, Stirnbeulen sind nicht gerade besonders attraktiv und dazu angetan, die Gunst des Objektes der Begierde zu erlangen. Da sind Gänseblümchen und Knöpfe wesentlich ungefährlicher.

Nicht zu unterschätzen sind natürlich auch noch andere „Wenn-Dann-Orakel“, an die man selbstverständlich auch nicht glaubt. Gerade jetzt zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft. Nach dem Hype um das Krake-Orakel vor vier Jahren hat wohl diesmal jeder Zoo ein eigenes Tier-Orakel. Und natürlich sagt jedes die Wahrheit.

Ich greife lieber auf das Gänseblümchen-Orakel zurück. Das hat damals schon nicht gelogen und das sagt mir: Deutschland wird Weltmeister.

Wenn nicht, dann hat das Gänseblümchen Schuld, einer muss ja Schuld sein…

Montag, 26. August 2013

Heute schon geschmunzelt?

Von mirabelle48, 17:39
Das jüngste Baby ist da mit Illustrationen von Henriette Thoma.

http://www.epubli.de/shop/buch/Bierlachs--Apfelkuchen-Sibylle-Engel/29077





Emil, der sich bisher in der Runde seiner Skatbrüder am wohlsten fühlte, lernt durch Mathilde eine neue Leidenschaft kennen: Sie und ihren selbst gebackenen Apfelkuchen. Doch dazu muss erst eine Tür ins Schloss fallen.

Von den Erlebnissen dieses "verrückten" Paares und seiner Freunde wird hier augenzwinkernd berichtet.

Dienstag, 04. Dezember 2012

Der Fiesling

Von mirabelle48, 16:31

...und die Angst vor ihm

Unbemerkt und vor allen Dingen ungebeten hatte er sich eingeschlichen, seine neue Umgebung betrachtet und für gut geeignet befunden, um sich hier häuslich nieder zu lassen. Ja es gefällt ihm hier, beste Voraussetzungen, sein Schmarotzerleben zu genießen. Noch ist er klein und unauffällig und doch hat er nur Eines im Sinn: Den, der ihn ungewollt aufnahm, zu zerstören.

 

Damit das auch gelingt, bleibt er vorerst in Deckung, bis er groß und stark genug sein wird, seine Vasallen los zu schicken, damit sie ihm bei seinem grausamen Unterfangen helfen. Zunächst einige Wenige und dann immer mehr, ganze Scharen von ihnen setzen sich überall fest, und nun ist auch die hässliche Fratze des Fieslings nicht mehr zu übersehen.

Immer öfter jedoch hat der Fiesling Pech. Obwohl er sich so klein und unauffällig verhalten hat, er wird entdeckt, manchmal, weil jemand gezielt nach ihm gesucht hat, manchmal durch Zufall.

Sein unfreiwilliger Gastgeber hat nun alle Mühe, mit der Siituation fertig zu werden, dass da in seinem Körper eine Zeitbombe tickt. Dem Fiesling muss es an den Kragen gehen, aber erst muss abgeklärt werden, hat er schon seine Helfer ausgeschickt? Und wenn ja, wo haben die sich versteckt? Wird  der Arzt sie finden?


Qualvolle, Angst erfüllte Wochen, Tage und Stunden bis zur Vertreibung des Fieslings aus seinem Paradies. Und dann steht der Termin fest. Und wieder Angst, eine Scheißangst vor der Narkose, dem Eingriff, den Schmerzen und dem, was wahrscheinlich danach noch kommt.

Was nutzt es dem Erkrankten, dass vor ihm schon viele andere Betroffene durch diese Hölle gegangen sind und die Nottreppe erfolgreich gefunden und erklommen haben, der Fiesling ein für allemal vertrieben wurde? Gibt es nicht auch genug Beispiele dafür, dass der Weg durch die Hölle letztendlich vergebens war?

Und doch, auch wenn die Angst ihn zittern lässt, sie mit ihrem Monstergesicht Albträume verursacht, sie darf nicht lähmen, der Fiesling muss raus, weil es sonst erst recht ein Höllentrip wird, dann allerdings ohne jeden Notausgang.

 




Freitag, 28. September 2012

Nur ein Gesicht

Von mirabelle48, 13:45

 



Eine kleine Bildbetrachtung von jemandem, der nichts von Malerei versteht. Der Kunst nur nach "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht" beurteilen kann


„Ich malte doch nur ein Gesicht“, sagtest du, als ich dir erzählte, dass dies eines deiner Bilder ist, das mich auf seltsame Art berührte, als ich es das erste Mal sah.

Ich sehe Farben, die dieses Gesicht umgeben. Helle und dunkle, fröhliche und melancholische, vielfältig wie das Leben, das uns umgibt.

Ich sehe Formen, auf den ersten Blick willkürlich, verwirrend  und doch in ein geordnetes Chaos gebracht. Ist nicht auch das Leben oft willkürlich, verwirrend, chaotisch? Und dennoch in Ordnung und Regeln eingebettet?

Inmitten des Spieles mit kräftigen und satten Farben ein Gesicht, nur ein Gesicht, anonym, fremd und doch mir auf eine seltsame Weise vertraut. Es scheint mir, als habe der Mensch dahinter Stück für Stück Kanten und Ecken abgetragen, um eine Lücke zu schaffen, seinen Platz zu finden, freie Sicht zu haben und wahrgenommen zu werden.

Ein blasses, aber keineswegs farbloses Gesicht, nicht ebenmäßig aber schön, maskenhaft und dennoch ausdrucksstark, melancholisch aber nicht verzweifelt, willensstark und dennoch verletzlich, fragend aber auch wissend, abstrakt und doch real und präsent. Die Schatten der Farben und Formen, durch die es sich gekämpft hat, sind sichtbar aber sie entstellen es nicht.

„Nur ein Gesicht“, sagtest du, "ein Gesicht mit Ecken und Kanten".

 Doch je öfter ich dieses Bild betrachte, umso mehr finde ich mich darin wieder. Du hast nur ein Gesicht gemalt, und ohne es zu wissen, meines.

 

Bild: B.S.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Der neue deutsche Buchpreis

Von mirabelle48, 12:32


Mir diesen beiden Büchern beteilige ich mich am diesjährigen Wettbewerb

https://www.epubli.de/shop/buch/Hab-mir-meinen-Reim-gemacht-Sibylle-Engel-9783844221374/14778





www.epubli.de/shop/buch/Spät-gefreit-Sibylle-Engel/8154




"Der Neue Deutsche Buchpreis" ist ausgeschrieben von
www.epubli.de, für Autoren, die dort ihre Bücher erstellt haben.

Wer also mag kann mittels klick dafür sorgen, dass eines oder beide genügend Stimmen bekommen 

Ich freue mich über jeden Klick.

Einfach dem oder beiden Link(s) folgen und dann auf "abstimmen" klicken.


"Spät gefreit" ist nicht mehr im Programm. (27.11.2014)

Sonntag, 15. Juli 2012

Liese beschwert sich...

Von mirabelle48, 12:26
... und das öffentlich

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich nicht wirklich weiß, wer in ihrem Team für die Pleite verantwortlich ist, müssen Sie bitte damit leben, dass ich meine Beschwerde an Sie alle richte.

Als ich noch ein Lieschen war, haben einige Erwachsene  mir erzählt, dass ein gewisser Herr Petrus das Wetter macht. Andere wiederum erzählten mir, dass die Engel im Himmel dafür verantwortlich sind und wieder andere sprachen von einem Wettergott.

Egal. Wer  auch immer es ist, irgendjemandem in eurer Crew unterläuft da ein gravierender Fehler.

Mein Kalender sagt mir, dass wir in unseren Breitengraden jetzt Sommer haben, und das stimmt auch, denn hier bei uns in Nordrhein-Westfalen haben die Kinder Sommerferien.

SOMMER, nicht etwa Herbstferien.

Mit Sommer hab ich aber ganz andere Assoziationen, ihr Wettermacher. Als Lieschen konnte ich meist ohne Friesennerz und Gummistiefel draußen spielen, meine Lieblingspuppe ohne Regenschutz über dem Kinderwagen spazieren fahren, ich konnte Rollschuh fahren, mit meinen Freunden im nahe gelegenen See baden, ich konnte in Nachbars Garten unreifes Obst klauen, ohne im Schlamm zu versinken,  konnte Eis schlecken, ohne gleich vor Kälte zu zittern und in unserer Wohnung blieb der Ofen aus.

In diesem Jahr kann ich das Haus ohne Regenschirm gar nicht verlassen, an schwimmen ist nur im Hallenbad zu denken,  meine für den erwarteten Sommer gekauften modischen T-Shirts fristen ein unbeachtetes Dasein im Schrank, statt dessen trage ich warme Pullis und Jacken, wenn ich nicht erfrieren will.

Also, liebe Wettermacher, ich fordere euch hiermit auf, den Schuldigen für diese Misere ganz schnell ausfindig zu machen und diese verantwortungsvolle Position umgehend mit einer kompetenten Person zu besetzen. Es ist noch nicht zu spät, den Fehler zu korrigieren.

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Liese

Sonntag, 17. Juni 2012

Alles oder Nichts

Von mirabelle48, 19:27

Julian ist mein jüngerer Enkel und geht in die zweite Grundschulklasse.

Weil das Schuljahr fast beendet ist, macht er mit seiner Klasse einen Tagesausflug zum Aquazoo in Düsseldorf.

Als er zurück kommt erzählt er aufgeregt, was ihn dort begeistert hat. Insbesondere die Pinguine hatten es ihm angetan, die fand er „niedlich“. Auch dass er „Nemo“-Fische gesehen hatte, fand er ganz toll, er hatte vor längerer Zeit den Zeichentrickfilm mit uns geguckt und freute sich, Nemo nun in echt betrachten zu können.  Auch die Haie hatten ihn schwer beeindruckt, kurz, er sprudelte seine Beobachtungen nur so heraus.

Für ihn eigentlich ganz ungewöhnlich, normalerweise ist er mit seinen Antworten auf Fragen zu Erlebtem eher ein Minimalist. Ich staune, als ich ihn frage, wie es ihm denn gefallen habe, dass statt des sonst üblichen „Klasse“ oder kurz angebundenem  „Doof“ nun ein solch ausführlicher Bericht erfolgt.

Am nächsten Tag nach der Schule macht er bei mir seine Hausarbeiten. Zunächst mal Mathe. Das kleine Einmaleins bis 10 ist dran. Zähflüssiger als sonst, wenigstens scheint es mir so, quält er sich durch die Aufgaben. Aber - was lange währt wird endlich gut, geschafft, Heft zu und ein tiefer Seufzer hinterher.

„Das war’s“, sagt er erleichtert, „ich bin fertig.“ „Aber du sollst doch für Deutsch noch auf dem Arbeitsblatt etwas schreiben“,  erinnere ich ihn nach einem Blick in sein Hausaufgabenheft. Noch ein tieferer Seufzer, aber er kramt das Arbeitsblatt umständlich aus der Schultasche. Es stehen 3 Fragen darauf und dazwischen große Lücken für die Antworten.

Frage 1: Was hat mir an unserem Ausflug gefallen?

Frage 2: Was hat mir besonders gut gefallen?

Frage 3: Was hat mir nicht gefallen?

 

Antwort zu Frage 1: Alles

Antwort zu Frage 2: Alles

Antwort zu Frage 3: Nichts


Da ist er wieder, der schlitzohrige Minimalist und das ist wieder der Julian, wie ich ihn kenne und liebe :-)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Schusselliese

Von mirabelle48, 10:07


Die Liese ist gar schusselig
und manchmal auch sehr dusselig.

Schon als Liese noch ein Lieschen war, neigte sie zur Vergesslichkeit. Sei es, dass sie am Morgen ausgestattet mit Schultasche und Sportbeutel in die Straßenbahn stieg, um zur Schule zu fahren und erst in der Schule merkte, dass die Schultasche ohne sie mit der Linie 2 zum Depot fahren würde, sei es, dass sie wie verrückt die Englischvokabeln paukte, dann aber feststellte, dass am nächsten Tag nicht die Englischarbeit, sondern der Mathetest angesagt war, der selbstredend in die Hose ging, denn den hatte sie doch glatt vergessen.

Später, als aus dem Lieschen  eine Liese geworden war, die Schulzeit längst hinter ihr lag, konnte es schon mal passieren, dass sie erst auf dem Weg zum Bus bemerkte, dass heute ihr freier Tag war. Sie hatte am Abend vorher vergessen, den Wecker abzustellen und hatte das morgendliche Routineprogramm abgespult.

Ein anderes Mal  vergaß sie, die Pantoffeln gegen ihre Straßenschuhe auszutauschen und wunderte sich über die erstaunten Blicke der Menschen an der Bushaltestelle.

Und was so eine richtige Schusselliese ist, die vergisst natürlich auch schon mal  das Monatsticket in der Jacke, die sie gestern trug. Sie hatte aber Glück, die dadurch bedingten unbewussten Schwarzfahrten blieben unentdeckt und peinliche Situationen mit Kontrolleuren wurden ihr erspart.

Liese war und ist eben eine liebenswerte Chaotin. So wundert es auch nicht, dass sie kürzlich ihren Kühlschrank öffnete und dort ihren Schlüsselbund fand. Offenbar hatte sie nach dem gestrigen Einkauf vergessen, ihn an das Schlüsselbrett zu hängen und beim Einräumen der Lebensmittel mit in den Kühlschrank gepackt.

Ich gebe zu, Schusselliese ist mir sehr sympathisch, ist sie mir doch sehr ähnlich, oder bin ich es gar selbst?

Freitag, 11. Mai 2012

Radgedanken

Von mirabelle48, 11:23

Die ersten Räder, die einen Menschen von A nach B bringen, sind die Räder seines Kinderwagens. Zugegeben, niemand fragt ihn, ob er überhaupt von A nach B will. Und er braucht auch nichts dazu zu tun, das erledigen die Erwachsenen für ihn. Er wird gefahren.

Kaum diesem Gefährt entwachsen lernt er laufen und hat Sehnsucht, sich schneller fort zu bewegen.  Ein Dreirad ist der größte Wunsch. Und mit der Hilfe der Erwachsenen  lernt er schnell, eigenständig und selbst bestimmt von hier  nach dort  zu kommen. Voller Stolz  gepaart mit Wehmut beobachten die Eltern, die immer besser werdende  Koordination ihres Kindes, wohl schon ahnend, dass diese Räder der Anfang vom Ende der Abhängigkeit sind.

Doch bald entsteht beim Kind der Wunsch auf  das erste zweirädrige Gefährt  Ein Roller muss es sein, die Eltern sind es zufrieden,  Roller fahren trainiert das Gleichgewicht. Und ein Roller ist auch viel schneller, die Unabhängigkeit wächst.

Nach gar nicht langer Zeit besinnt sich der kleine Mensch wieder auf die Pedalen. Ein Fahrrad muss her. Eins? Nein jeweils der Größe angepasst natürlich mehrere. Und damit ist das Kind endgültig schneller als die Erwachsenen, es sei denn, die haben auch einen Drahtesel und fahren mit.

Die Liebe zu Zweirädern bleibt, jedoch sollte es jetzt motorisiert sein und so folgt dem ersten Moped ein Motorroller. Und jetzt entscheiden die Erwachsenen nicht mehr, wohin das Kind fährt. Es hat sich endgültig abgenabelt.

Spätestens wenn der Mensch 18 ist, erwacht der Wunsch nach einem vierrädrigen fahrbaren Untersatz. Sobald der Führerschein gemacht ist, soll ein Auto her. Ob gebraucht oder neu, entscheiden die finanziellen Möglichkeiten. Doch wohl niemand vergisst im Leben den ersten Wagen und denkt wehmütig an ihn zurück. War er nicht der Schritt ins Erwachsenenalter und die Unabhängigkeit?

Bei nicht wenigen bleibt die Liebe zum motorisierten Zweirad erhalten und darum wird ein Motorrad angeschafft. Easy Rider, Freiheit und Abenteuer, Träume von der Route 66, die sich einige auch erfüllen.

Und eines Tages endet der letzte Weg wieder auf vier Rädern. Doch die sieht der Mensch  nicht mehr. Wie zu Beginn seines Lebens wird er gefahren und wieder wird er nicht gefragt, ob er das wollte.

Was bleibt, sind vielleicht Erinnerungen und Fotos mit den Rädern seines Lebens.