Beeplog.de - Kostenlose Blogs Hier kostenloses Blog erstellen    Nächstes Blog   

Gedankenreise

Wenn Gedanken auf die Reise gehen, entsteht manches Gereimte und auch Ungereimte.



Du befindest dich in der Kategorie: Heute schon geschmunzelt?

Freitag, 12. Oktober 2012

Strombefreit

Von mirabelle48, 19:33

Ach wie arm wär unser Leben,

würde es den Strom nicht geben.

Überall und jederzeit,

ist er zum Gebrauch bereit,

weil doch heute nichts mehr geht

ohne Elektrizität.

 

Ob ich nutze den PC

oder ins TV mal seh,

Waschmaschine oder Toaster,

Kühlschrank oder gar der Froster,

drucken, faxen und kopieren,

Radio hörn, telefonieren,

warmes Wasser für das Bad,

Haartrockner, Geldautomat,

Altenheim und Krankenhaus

kommen ohne auch nicht aus,

Ampeln, Lampen, Straßenbahn…

Was fing ohne Strom man an?

 

Doch vor lang vergangner Zeit,

waren Menschen strombefreit.

Damals spielt auch die Geschichte,

von der ich euch jetzt berichte.

 

Weit entfernt  von Dorf und Stadt,

wo es keine Nachbarn hat,

lebt in einer kleinen Hütte

Bauer Klaus mit Frau Brigitte

nebst dem Sohne, der war drei

und die Großmutter dabei.

Milch und Käse von den Ziegen,

reichten, kargen Lohn zu kriegen.

Doch um Ware zu verkaufen,

muss der Mann zum Dorf weit laufen.

Früh sich auf den Weg gemacht,

kam er heim spät in der Nacht

 

Schwanger war des Bauern Weib

Schwer schon wölbte sich ihr Leib.

Wieder mal war Bauer Klaus

weil doch Markt war, außer Haus.

Justament zu dieser Zeit

war’s bei seiner Frau soweit.

Baby konnt  nicht länger warten,

wollt sofort ins Leben starten.

 

Damit die Großmutter gut sieht,

was unter der Geburt geschieht,

jedoch die Hände hat nicht frei,

ruft sie den Enkel schnell herbei.

Der tut auch eifrig seine Pflicht

und hält gewissenhaft das Licht.

Kaum ist das Baby auf der Welt

die Oma es an Füßen hält,

ein kurzer Klaps auf den Popo,

schon schreit es Zeter Mordio.

Das alles schaut der kleine Mann

nicht ohne Interesse an.

 

Worauf er zu dem Baby spricht:

„So ganz gescheit, das bist du nicht.

Man krabbelt doch nicht dort hinein,

wo man nicht rauskommt von allein.

Man kriegt nun mal den Popo voll,

wenn man was tut, was man nicht soll“.