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Gedankenreise

Wenn Gedanken auf die Reise gehen, entsteht manches Gereimte und auch Ungereimte.



Donnerstag, 06. Dezember 2012

Ohne Titel

Von mirabelle48, 12:46





Gern würde ich heute bei dir sein,

doch bleibt mir nur, an dich zu denken.

Heut gehst du deinen Weg allein,

kann dir nur gute Wünsche schenken.




Würd gerne herzhaft mit dir lachen,

wie wir es häufig schon getan,

weil über ganz verückte Sachen

ich mit dir herrlich blödeln kann.




Auch gern mit dir gemeinsam weinen,

wenn du verzagt und traurig bist,

weil doch der Kummer, will mir scheinen,

geteilt nur halb so schwer noch ist.




Nur heut bist du allein mein Freund,

mach's gut, ich denk an dich.

Bald wird wieder gelacht, geweint,

das wird so, sicherlich!!

Dienstag, 04. Dezember 2012

Der Fiesling

Von mirabelle48, 16:31

...und die Angst vor ihm

Unbemerkt und vor allen Dingen ungebeten hatte er sich eingeschlichen, seine neue Umgebung betrachtet und für gut geeignet befunden, um sich hier häuslich nieder zu lassen. Ja es gefällt ihm hier, beste Voraussetzungen, sein Schmarotzerleben zu genießen. Noch ist er klein und unauffällig und doch hat er nur Eines im Sinn: Den, der ihn ungewollt aufnahm, zu zerstören.

 

Damit das auch gelingt, bleibt er vorerst in Deckung, bis er groß und stark genug sein wird, seine Vasallen los zu schicken, damit sie ihm bei seinem grausamen Unterfangen helfen. Zunächst einige Wenige und dann immer mehr, ganze Scharen von ihnen setzen sich überall fest, und nun ist auch die hässliche Fratze des Fieslings nicht mehr zu übersehen.

Immer öfter jedoch hat der Fiesling Pech. Obwohl er sich so klein und unauffällig verhalten hat, er wird entdeckt, manchmal, weil jemand gezielt nach ihm gesucht hat, manchmal durch Zufall.

Sein unfreiwilliger Gastgeber hat nun alle Mühe, mit der Siituation fertig zu werden, dass da in seinem Körper eine Zeitbombe tickt. Dem Fiesling muss es an den Kragen gehen, aber erst muss abgeklärt werden, hat er schon seine Helfer ausgeschickt? Und wenn ja, wo haben die sich versteckt? Wird  der Arzt sie finden?


Qualvolle, Angst erfüllte Wochen, Tage und Stunden bis zur Vertreibung des Fieslings aus seinem Paradies. Und dann steht der Termin fest. Und wieder Angst, eine Scheißangst vor der Narkose, dem Eingriff, den Schmerzen und dem, was wahrscheinlich danach noch kommt.

Was nutzt es dem Erkrankten, dass vor ihm schon viele andere Betroffene durch diese Hölle gegangen sind und die Nottreppe erfolgreich gefunden und erklommen haben, der Fiesling ein für allemal vertrieben wurde? Gibt es nicht auch genug Beispiele dafür, dass der Weg durch die Hölle letztendlich vergebens war?

Und doch, auch wenn die Angst ihn zittern lässt, sie mit ihrem Monstergesicht Albträume verursacht, sie darf nicht lähmen, der Fiesling muss raus, weil es sonst erst recht ein Höllentrip wird, dann allerdings ohne jeden Notausgang.