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Gedankenreise

Wenn Gedanken auf die Reise gehen, entsteht manches Gereimte und auch Ungereimte.



Du befindest dich in der Kategorie: Heute schon geschmunzelt?

Montag, 31. Oktober 2011

Das Arschloch

Von mirabelle48, 19:31

Hans und Otto stritten sich

wieder mal ganz fürchterlich.

Eigentlich sind sie ja Freunde,

doch benahmen sich wie Feinde.

 

Rüde das Vokabular,

das bedingt nur druckreif war.

Hans, so gar nicht Mann von Welt

Otto für ein Arschloch hält.

 

Der jedoch ist nicht beleidigt

sondern hat sich so verteidigt:

„So ein Arschloch, das ist richtig

für uns alle doch sehr wichtig.

 

Stell dir vor, wir hätten keines,

nicht einmal ein klitzekleines,

bliebe alles in uns drin.

Wo käm dann die Scheiße hin?“

 

Hans und Otto danach lachten

und schnell ihren Frieden machten.

Beide sahen es nun ein

So ein Arschloch, das muss sein.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Zitronenfalter

Von mirabelle48, 11:14

Ein Falter namens Valentin
verliebte sich, man glaubt es kaum,
in eine schöne Falterin,
die wohnte im Zitronenbaum.

Frau Falterin mit Namen Ruth
besah ihn sich genauer.
Erhört' ihn nicht, fand ihn nicht gut,
da wurd' der Falter sauer.

So blieb der Valentin allein
und sauer bis ins Alter.
Drum heißt er, könnte doch so sein,
seitdem Zitronenfalter.

 

Dienstag, 18. Oktober 2011

Herr Meier und die Feier

Von mirabelle48, 16:53

Neulich kam Herr Anton Meier

spät nach Haus von einer Feier.

Weil er dort auch kräftig tankte,

er beim Heimweg mächtig wankte.

Doch schlussendlich kommt der Mann

doch in seiner Wohnung an,

und entledigt, Zug um Zug,

sich der Kleidung, die er trug.

Und am Ende völlig nackt

hat er sich ins Bett gepackt,

 

Doch nach angemess’ner Zeit

ist die viele Flüssigkeit

die er vorher hat getrunken

durch Herrn Meiers Leib gesunken,

und sie will heraus mit Macht,

darum ist er aufgewacht.

Trunken noch von Schlaf und Bier

schwankt er zur bewussten Tür.

Hinter ihm mit lautem Krach

fällt sie zu. Nun ist er wach

und hat schmerzlich festgestellt,

hat die falsche Tür gewählt.

 

Zitternd steht er nun im Flur,

ohne alles, ganz Natur,

und zu allem Überfluss

er noch immer dringend muss.

Teuer ist nun guter Rat,

wenn man keinen Nachbarn hat,

sondern wenn der Nachbar weiblich.

Meier schämt sich unbeschreiblich,

drückt trotzdem den Klingelknopf,

sie macht auf dem armen Tropf,

und nach eiliger Erklärung

kommt er endlich zur Entleerung.


Später bietet sie dem Mann

einen Bademantel an,

den einst trug der Ehegatte

und sie aufgehoben hatte.

Für den letzten Rest der Nacht,

haben sie dann sehr gelacht,

bis im ersten Morgengrau

kam Herrn Meiers Zugehfrau.

Künftig ging er häufig hin

zu der netten Nachbarin,

und sie öfter auch zu ihm

bald schon wurden sie intim.

 

Fazit: Manchmal ist’s ein Glück

wenn passiert ein Missgeschick.